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Jun 08

Neuntöter von Ule Hansen

Hörbuch

Klappentext, Verlagsinfo

„Es wurde Abend. Es wurde Morgen. Und niemand fand sie.

Berlin, Potsdamer Platz. Auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Fallanalystin Emma Carow wird schnell klar, dass dieser Fall entscheidend für ihre Karriere ist. Doch je tiefer sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen.“

Spieldauer: ca 12 Stunden 47 Minuten

Sprecher Friederike Kempter

ISBN: 978-3-8371-3341-7

Random House Audio

Neuntöter von Ule Hansen, Cover mit freundlicher Genehmigung von Random House Audio

Neuntöter von Ule Hansen, Cover mit freundlicher Genehmigung von Random House Audio

Gruselig, ganz gruselig….

Das Titelbild von diesem Hörbuch hat mich irgendwie gleich in seinen Bann gezogen und auch wenn ich eigentlich nicht der Freund von Hörbuchsprecherinnen bin, hat mich der Klappentext doch so angesprochen das ich dieses Hörbuch hören wollte.

Wie sich herausstellte kenne ich die Stimme der Leserin sehr gut, ich bin ein großer Fan der Münster Tatorte und diese Stimme ist mir daher doch wohlbekannt. Zuerst konnte ich mir allerdings nicht vorstellen ihr über 12 Stunden zu lauschen, doch ich wurde stimmlich eines besseren belehrt. Friederike Kempter leistet hier gute Arbeit. Ihre Aussprache ist klar und gut verständlich. Es gelingt ihr sehr gut die unterschiedlichen Stimmungen der Hauptfigur hörbar zu machen. Allerdings auch die nervigen Momente…

Die Geschichte fängt sehr spektakulär an. Die Fallanalystin Emma Carow hat es mit einem schrecklichen Fall zu tun.  Drei Menschen wurde wie Mumien in Panzertape eingewickelt und hängen in ihren Cocons an einem Baugerüst.

Das Autorenduo Astrid Ule und Eric T. Hansen wartet allerdings nicht nur mit grausigen Details auf, sondern auch mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen Sprachstil. Ich war in den ersten Minuten etwas irritiert und musste mich doch erst einmal in diesen Stil einfinden. Aber nicht nur der Sprachstil ist ungewöhnlich, auch die Protagonisten sind nicht „Nullachtfuffzehn“.

Im Laufe der Geschichte bekam ich immer mehr Probleme mit den Figuren. Da ist zum einen die Fallanalystin Emma Carow, als Hauptfigur irgendwie im ersten Moment charismatisch, allerdings entwickelt sie sich für mich im Abgang dann doch eher zu einer nervigen Persönlichkeit und ich konnte viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen. Dann gibt es noch die Chefin, Karen Brennemann, trotz fortschreitender Schwangerschaft wird weiter fleissig eine Zigarette nach der anderen geraucht. Klar braucht jede gute Geschichte auch Figuren mit Ecken und Kanten, aber irgendwie wurde mir die Anhäufung hier dann doch etwas zu viel.

Ich mag jetzt nicht behaupten, dass mir das Hörbuch so gar nicht gefallen hätte, aber es wird ganz sicher nicht zu meinem Jahreshighlight werden.

Der Unterhaltungswert war schon da, und grundsätzlich war das Thema gut gewählt und spannend umgesetzt. Ich denke ich würde einen weiteren Titel von Uli Hansen lesen oder hören. Allerdings nicht unbedingt mit diesen Protagonisten.

 

 

 

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