Mai 06

Familiengrab von Bernd Franzinger

Verlagsinfo, Klappentext

„VOLLTREFFER  Bei einer Geburtstagsfeier wird auf die Familie des Pfälzer Parkettfabrikanten Anton Denzer ein heimtückischer Mordanschlag verübt, bei dem mehrere Menschen sterben. Die Tatwaffe ist eine mannshohe Felsenkugel, die in einem Berghang gelöst und auf ihren todbringenden Weg ins Tal geschickt wurde. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn Kommissar Wolfram Tannenberg und sein Team treffen auf eine Mauer des Schweigens. Familie Denzer hat in der Vergangenheit ihre Probleme selbst geregelt, doch es folgen weitere Anschläge. Die Lösung des Falls liegt seit Jahrzehnten in den Wäldern des Moosalbtals verborgen …“

Seiten: 371

ISBN 978-3-8392-1173-1

Gmeiner Verlag

Familiengrab von Bernd Franzinger, Cover mit freundlicher Genehmigung von Gmeiner Verlag

Familiengrab von Bernd Franzinger, Cover mit freundlicher Genehmigung von Gmeiner Verlag

Ich kenne Bernd Franzinger als Autor schon einige Jahre. Radioropa Hörbuch hatte vor einigen Jahren mal einige seiner Romane um Tannenberg und Team als Hörbuch herausgegeben. So habe ich zum ersten mal von dieser Familie gehört und bin dem Autor mit seinem Kommissar verfallen 😉

Ich habe die Romane nicht in Reihenfolge gehört oder gelesen, aber ich denke es ist eigentlich wie immer, man kommt schon sehr gut in die einzelnen Geschichten, auch ohne Vorkenntnisse, auch ist jeder Fall in sich abgeschlossen, dennoch würde ich Neueinsteigern schon empfehlen die chronologische Reihenfolge einzuhalten. Auch hier gibt es in jedem Teil einige Weiterentwicklungen der verschiedenen Charaktere und es macht bestimmt einfach noch einen Tick mehr Freude beim Lesen 🙂

Hier mal die Reihenfolge der Serie für Euch:

Pilzsaison  2003, Goldrausch 2004, Ohnmacht 2004, Dinotod 2005, Wolfsfalle 2005,  Bombenstimmung 2006, Jammerhalde 2007, Kindspech 2008, Leidenstour 2009, Zehnkampf 2010 Familiengrab, 2011, Todesnetz 2012, Hexenschuss 2013, Schultheater 2014, Sinnenrausch 2015

Wie ihr seht hänge ich ein wenig hinterher, aber wisst ihr was das Gute daran ist? Ich kann mich noch auf einige Fälle freuen 🙂 Für mich ist diese Serie immer genau dann richtig, wenn ich mal eine Leseblockade habe, oder mich einfach mal richtig entspannen möchte. Hier greife ich immer wieder sehr gerne zu, denn ich weiß schon im Vorfeld das ich einen tollen Fall geliefert bekomme und nebenbei der Familiengeschichte weiter folgen kann. Hier gibt es immer wieder was zu Schmunzeln.

Daher durfte Familiengrab mich auch in den wohlverdienten Urlaub begleiten. Auch diesmal ist die Familie um Tannenberg wieder voll gefordert. Man darf nicht meinen das das Ermittlungsteam um Tannenberg nichts taugt, ganz im Gegenteil, aber auch das beste Team profitiert von gut informierten Mitbürgern 😉 Und wenn in Kaiserslautern jemand an alle möglichen Insiderinformationen kommt dann ist es Tannenberg Senior. Er und seine Kumpels sind immer gewillt beim morgendlichen Kaffeepläuschchen wichtige Details zu erläutern. Während das Team um Tannenberg sich schwer mit den Ermittlungen tut, da die Familie um Anton Denker nicht wirklich zur Mithilfe bereit ist, gelingt es dem Senior die eine oder andere Information beizusteuern. Auch mein geliebter Kurt kommt natürlich nicht zu kurz. Kurt ist der Familienhund, eigentlich ein Mädchen, aber bis die Familie dies wirklich zur Kenntnis genommen hat, war der Name Kurt schon längst etabliert. Ich würde sagen das Kurt damit aber sehr gut klarkommt 😉

Ich denke diese Serie ist für alle Leser geeignet, die gerne Krimi und mehr mögen. Die Fälle spielen in und um Kaiserslautern und ich könnte mir vorstellen, das die Ortsbeschreibungen auch gut und stimmig sind, leider war ich selber noch nicht dort, aber was nicht ist kann ja noch werden….Der Schreibstil ist flüssig und leichtgängig und die  unterschiedlichsten Charaktere sind durchgängig gut ausgearbeitet. Der Autor geht immer wieder ein wenig mehr in die Tiefe und verrät in jedem einzelnen Band etwas mehr zu seinen Figuren. Ich finde die Bande insgesamt sehr sympathisch und habe für mich das Gefühl alle irgendwie zu kennen.