«

»

Feb 05

Lesereise in den Tod von Jürgen Schmidt

Verlagsinfo, Klappentext

„Der jungen Autorin Mona ist jedes Mittel recht, ihre Karriere zu forcieren. Selbstbewusst gibt sie vor, eine Urenkelin des britischen Schriftstellers Walter de la Mare zu sein. Auf eigene Faust veröffentlicht sie den Roman „Passwort Hurensohn“ und organisiert dazu eine vierwöchige Lesereise durch Deutschland. Mona de la Mare hat im Netz zahlreiche Freunde und Fans, die sie täglich über ihre Verkaufszahlen, die Tour und private Neuigkeiten informiert. Nach erfolgreichem Start der Lesetournee stellt Mona am Aschermittwoch ihr Buch in Bad Münstereifel vor. Am folgenden Tag soll die ehrgeizige Autorin in Nettersheim lesen. Sie ahnt nicht, dass es dazu nicht mehr kommen wird …“

Seiten: ca 200

ISBN TB: 978-3-95813-0807

edition oberkassel

Lesereise in den Tod von Jürgen Schmidt, Cover mit freundlicher Genehmigung von edition oberkassel

Lesereise in den Tod von Jürgen Schmidt, Cover mit freundlicher Genehmigung von edition oberkassel

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut.

Wenn ein Autor über einen Autor schreibt…….

Ich habe mit meinem Mann einige schöne Stunden in dem Städtchen Bad Münstereifel verbracht und ich denke einfach oft und gerne an die schöne Zeit dort zurück.

Wenn man dann noch gerne Krimis liest deren Handlung in Deutschland angesiedelt ist, finden sich hier schon mal 2 Gründe für die Freude. Einen dritten kann ich auch noch nachliefern. Über die Jahre habe ich immer wieder mal schriftlichen Kontakt mit dem Autor gehabt und immer noch steht ein Treffen mit Kaffee trinke aus. Mal sehen ob mein Mann und ich dieses Jahr mal Zeit für einen Besuch finden 🙂

Ich bin mir nicht sicher, ob wir mit dem Titelbild wirklich eine Straße in Bad Monstereifel vor uns sehen, aber es könnte nach meiner Erinnerung durchaus möglich sein, Mir gefällt es.

Der Schreibstil von von Jürgen Schmidt ist leichtgängig und ich fühlte mich eigentlich gleich mit den ersten Seiten zu Hause. Es gelingt dem Autor wirklich gut die Situation um Mona zu schildern. Im Laufe des Buches wird uns das Leben von Mona Stück für Stück näher gebracht.

Hauptfigur und Ermittler ist in diesem Buch kein Polizist sondern der Privatermittler Mücke. Für meinen Geschmack sind die Protagonisten sehr gut beschrieben und man kann die Stimmung gut spüren. Die Spannung wird in diesem Krimi nicht über blutige Beschreibungen aufgebaut, sondern hier stehen eher die menschlichen „Dinge“ im Vordergrund.

Verdächtige gibt es dann einige und es wird auch sehr schnell klar das das Mordopfer nicht wirklich sympathisch war.

Die guten und stimmigen Beschreibungen der Orte und der Lokale war mein Highlight. Ich hab mich selber im Café T sitzen sehen 😉 

Zwischendrin gab es die eine oder andere Länge, aber der Gesamtauftritt hat mir gut gefallen.

Ich könnte mir gut vorstellen, das Jürgen Schmidt den guten Mücke noch auf weitere Fälle ansetzt, da könnte bestimmt noch einiges drin stecken.

Für mich war dieses Buch sehr unterhaltend.

1 Kommentar

  1. Claudia Stückner

    Tolles Buch habe es heute morgen zu Ende gelesen.

    Hier meine Rezension:

    „Das Singen meiner Mutter hat verhindert, das ich Sänger wurde….“ (von Peter Handke / Ausschnitt aus dem Buch)
    Die taffe selbstbewusste Autorin Mona de la Mare, hat gerade ihre selbstorganisierte vierwöchige Lesereise begonnen. Mona der jedes Mittel recht ist um ihre Karriere voran zu bringen, nimmt es auch mit der Wahrheit nicht immer so ernst. Durch Lügen und Übertreibungen in den sozialen Medien baut sie sich so eine kleine Scheinwelt auf. Nach ihrer Lesung in Bad Münstereifel, sollte Nettersheim folgen, doch dazu wird es nicht mehr kommen, den sie wird getötet und anschließend in der Erft entsorgt. Alles spricht erst einmal für ihren Bruder Frank, den sie erpresst hatte. Doch Monas Vater will das nicht glauben und engagiert deshalb den Privatermittler Andreas Mücke. Für Mücke den zweifach geschiedenen Ermittler und Vater zweier Kinder, kommt dieser interessante Auftrag gerade recht. Seine Ermittlungen gehen am Anfang etwas schleppend voran, ehe er dann mit mehreren Puzzlestücken der Lösung immer näher kommt.

    Meine Meinung:
    Für mich war es das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe, aber sicher nicht das letzte. Ich liebe Privatermittler, die so ganz anders agieren dürfen und müssen wie ansonsten die Kripobeamten. Eine Geschichte, die am Anfang noch ein wenig konfus und verwirrend für mich war, ehe ich dann voll eintauchte und das Buch förmlich verschlang. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, flüssig und so flog ich nur so über die Seiten hinweg. Man merkt das der Autor schon einiges an Erfahrung hat, was das Thema Bücher schreiben anbelangt, auch wenn es sein erster Krimi war. Ich fühlte mich bestens unterhalten und hatte den Roman im Nu gelesen. Das Buch das nicht nur Spannung, sondern auch die nötige Prise Humor mitbringt, hat mich überzeugt. Der Ermittler und seine Familie kommt erfrischend natürlich herüber, er ist auf seine Art sympathisch und gefällt mir. Ich jedenfalls würde gerne wieder von Andreas Mücke und seiner Freundin Jessica lesen. Das einzige was mich verwunderte, war das nur der Ermittler dem Täter auf die Schliche kam, aber das gehört sehr wahrscheinlich einfach so zum Konzept des Autors dazu. Trotzdem fand ich das Buch gelungen und kann es nur jedem Krimifan weiterempfehlen und gebe gute 4 von 5 Sterne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>