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Sep 24

Die Mutter des Satans von Claudia Beinert und Nadja Beinert

Verlagsinfo, Klappentext

„Ein historischer Roman von den Zwillingen Claudia und Nadja Beinert über Margarethe Luther und wie sie ihren Sohn, den Reformator Martin Luther, prägte.
In Zeiten von Pest, Aberglaube und Ablass: 1480 wird die junge Margarethe mit dem gleichaltrigen Hans Luder vermählt. Trotz der zunächst trostlosen Aussicht eines Lebens an der Seite eines Bergmannes ist die Ratsherrentochter 1483 über die Geburt ihres ersten Sohnes Martin sehr glücklich. Als Martin Luther sich Jahre später gegen den Willen des Vaters für ein Leben als Mönch entscheidet, ist Margarethe hin- und hergerissen zwischen Ehegehorsam und Mutterliebe. In den gefährlichen Jahren der beginnenden Reformation wagt sie einen gefährlichen Balanceakt und trifft den mittlerweile berühmt-berüchtigten Sohn sogar heimlich. Erst ihre bedingungslose Zuneigung und Liebe zu Martin – von Geburt an – machten aus Martin Luther den mutigen, unerschütterlichen Reformator, der uns bis heute überliefert ist.“

Seiten: 448

ISBN: 978-3-426-65383-8

Droemer Knaur

Die Mutter des Satans von Claudia Beinert und Nadja Beinert, Cover mit freundlicher Genehmigung von Droemer Knaur

Die Mutter des Satans von Claudia Beinert und Nadja Beinert, Cover mit freundlicher Genehmigung von Droemer Knaur

Immer wieder haben mir liebe Menschen Bücher von den Beinert Schwestern empfohlen 🙂 aber wie das immer so ist im Leben…zu viele tolle Bücher, zu wenig Zeit sie alle zu lesen….

 

Nun habe aber auch ich es endlich geschafft einen Titel von Claudia und Nadja Beinert mein eigen zu nennen. Die Mutter des Satans hat sich hier im wahrsten Sinne des Wortes breit gemacht 😉

Der Schreibstil der Beiden ist wirklich gelungen, ich habe zu keiner Zeit das Gefühl gehabt, das hier zwei Autoren am Werk waren, alles lief flüssig und ohne Stilveränderung durch. Toll, ich werde bei Gelegenheit mal versuchen in Erfahrung zu bringen wie die Beiden das gemeinsame Schreiben organisieren. Ich denke das könnte sehr spannend sein und sollte bestimmt in einem Interview schon mal gefragt worden sein.

Ich selber bin evangelisch und da ist die Geschichte Luthers ja schon irgendwie in einem verwurzelt, es gefällt mir aber sehr gut, das zum Anlass „Lutherjahr 2017“ doch vielfältige Literatur zu seinem Leben auf den Markt kommt.

Wir begleiten Margarete Luder durch ihr Leben. Wir begleiten sie mit ihrem Mann nach Mansfeld, ein wahrlich trostlos aussehender Ort. Den Autorinnen ist es in meinen Augen sehr gut gelungen den Ort zu Beschreiben, alles grau und eingestaubt vom Ruß. Auch das Beschreiben der schweren Schnittgeburt, die zur damaligen Zeit noch mit vielen Risiken verbunden war, haben die beiden Schwestern gekonnt und gefühlvoll verarbeitet.

Schritt für Schritt gehen wir mit Margarete durch ihr Leben.

Sehr spannend waren für mich die guten Beschreibungen der damaligen Bergleute.

In einem zweiten  Handlungsstrang erleben wir  Lucas Cranach der Ältere, ein Freund von Martin. Er porträtiert Margarete und ihren Mann Hans. Auch hier wurden wieder einige spannende Details eingearbeitet. Der Leser erfährt   ganz nebenbei wie damalige Maler ihre Arbeit verrichteten.

Was ich nicht unerwähnt lassen möchte ist das Personenregister am Anfang (gerade für mich wichtig, da ich nie hinten schmökern und mir somit Personenregister am Ende eines Buches nicht hilfreich sind), auch das ausführliche Nachwort ergänzt den Titel gut. Des Weiteren finden wir ein Glossar zu fremden Begriffen. Sehr schön ist allerdings auch, das einige der im Laufe des Buches erzählten Fabeln hier am Ende noch mal im ganzen aufgeführt sind.

Also alles in allem eine sehr runde „Sache“!

Schönes Titelbild, tolle Geschichte im flüssigen Schreibstil. Das gebundene Buch kommt in guter Qualität ins Haus. Was wünscht das Leserherz mehr 🙂

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