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Mai 15

Der Tod so kalt von Luca D’Andrea

Verlagsinfo, Klappentext

“ Drei grausame Morde. Ein schweigendes Dorf. Ein Fremder, besessen von der Wahrheit

Südtirol, 1985. Tagelang wütet ein gewaltiges Gewitter über der Bletterbach-Schlucht. Drei junge Einheimische aus dem nahegelegenen Siebenhoch kehren von einer Wanderung nicht zurück – schließlich findet ein Suchtrupp ihre Leichen, aufs Brutalste entstellt. Den Täter vermutet man im Bekanntenkreis, doch das Dorf hüllt sich in eisiges Schweigen.
Dreißig Jahre später beginnt ein Fremder unangenehme Fragen zu stellen. Jeder warnt ihn vor den Konsequenzen, allen voran sein Schwiegervater, der die Toten damals gefunden hat. Doch Jeremiah Salinger, der seiner Frau in ihr Heimatdorf gefolgt ist, lässt nicht locker – und wird schon bald seine Neugier bereuen. Ein Fluch scheint alle zu verfolgen, die sich mit den Morden beschäftigen. Ist dort unten am Bletterbach etwas Furchtbares wieder erwacht? Etwas, so uralt wie die Erde selbst …“

Seiten: 473

ISBN: 978-3-421-04759-5

DVA Verlag

Der Tod so kalt von Luca D'Andrea, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA

Der Tod so kalt von Luca D’Andrea, Cover mit freundlicher Genehmigung von DVA

Ein Thriller der mich fesseln konnte!

 

Die Geschichte ist wirklich interessant aufgebaut. Auch wenn das eigentliche Verbrechen bereits Dreißig Jahre zurück liegt, gelingt Luca D’Andrea eine gelungene Verbindung aufzubauen.

Nachdem Jeremiah Salinger, ein amerikanischer Drehbuchautor mit dem Regisseur Mike eine erfolgreiche Doku-Serie abgeliefert hat ist nun leider die Luft raus und beide müssen sich auf neue Pfade begeben. Salinger nutzt die Zeit um mit seiner Annelise und Tochter Clara für ein paar Monate in Annelises alter Heimat Siebenhoch in Südtirol abzutauchen. Siebenhoch ist ein kleines Bergdorf mit einer eingeschworenen Gemeinschaft. Ich glaube die Strukturen des Dorfes wurden gut getroffen. In meinen Augen kamen die „Einwohner“ sehr authentisch rüber. Während des Aufenthalts kommt Salinger die Idee zu einer neuen Doku. Die Bergrettung scheint sich gut dafür zu eignen. Dies scheint sich auch als guter Plan auszuweisen, bis es zu einer schrecklichen Tragödie kommt. Danach ist Salinger erst mal völlig neben sich. Nur seiner Tochter gelingt es zu ihm vorzudringen. Dann hört Salinger vom Massaker in der Bletterbach-Schlucht. Seine Neugier ist geweckt und er lässt sich von Nichts und Niemandem abhalten.

Das dies zu Problemen führt ist eigentlich abzusehen.

Nun geht es hin und her. Salinger macht sich nicht wirklich beliebt bei der eingeschworenen Gemeinde, aber auch der private Haussegen hängt schief.

Einige spannende Wendungen bringen noch zusätzliches Feuer in die Geschichte.

Aber ich bin nicht nur voll des Lobes, es gab leider auch die eine oder andere Kritik. Hier und da konnte ich mit der Hauptfigur nicht so ganz zusammenkommen. Leider gab es dann den einen oder anderen Moment, in dem ich mir ein anderes Handeln von Jeremiah Salinger gewünscht. Ich sag es jetzt einfach mal frei raus, er konnte mitunter schon ein wenig „nervig“ rüberkommen.

Handwerklich gelungen, wenn auch die eine oder andere  kleine Schwächen ab und an auftauchte, so war der Titel doch sehr unterhaltend.

Das ist doch eigentlich genau das was man bei einem Thriller sucht.

 

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