Dez 09

Tau von Thomas Mulitzer

Verlagsinfo, Klappentext

„Ein junger Mann nimmt den Auftrag an, den Spuren des verstorbenen Autors Thomas Bernhard nachzugehen. Er reist in das Gebirgsdorf Weng und quartiert sich im Gasthaus seiner Großeltern ein, Schauplatz des skandalträchtigen Anti-Heimatromans „Frost“. Darin wird Weng als düsterer Ort mit schwachsinnigen Einheimischen geschildert, die Gastwirtin als Männerfresserin, die ihren Gästen Hundefleisch serviert. Nicht der Maler Strauch, sondern Thomas Bernhard selbst ist dieses Mal Objekt einer 27-tägigen Aufzeichnung. Der Protagonist hält die Beobachtungen und Gespräche fest, bis er entdeckt, dass die Vergangenheit, die er zu bewältigen versucht, ihn selbst überwältigt.
In seinem Debütroman lotet Thomas Mulitzer die Grenzen zwischen Realität und Fiktion aus. Aus dem Wechselspiel mit der literarischen Vorlage entwickelt sich eine eigene Dynamik, eine Sogwirkung, die bis zum Ende anhält. Ein Muss für alle „Bernhardianer“!“

Seiten: 288

ISBN: 978-3-218-01080-1

Kremayr & Scheriau

Tau von Thomas Mulitzer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Kremayr & Scheriau.

Tau von Thomas Mulitzer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Kremayr & Scheriau.

 

Hm, ich gute mich jetzt erst mal….Thomas Bernhard, ich habe vorher wirklich noch nichts über diesen Autor gelesen, daher auch noch keines seiner Bücher. Allerdings habe ich nach dem Lesen des Debüts von Thomas Mulitzer mal wieder länger im Netz gestöbert und mich mal genauer informiert. Ich denke in der nächsten Zeit wird „Frost“ dann auch noch i mein Buchregal wandern.

Das an sich spricht für mich schon einmal für diesen Titel 😉 ich finde es immer wieder gut, wenn mich ein Buch dazu anregt etwas über eine Person, eine Gegend oder einen Gegenstand zu recherchieren…

Der Schreibstil von Thomas Mulitzer war auf den ersten Seiten nicht gleich meines, ich habe wirklich ein wenig Zeit gebraucht um mich in die Sprache und in den Satzbau einzufinden. Als dies geschafft war, hat mich der Autor dann aber doch irgendwie gefesselt.

Teilweise ist die Ausdrucksweise von Thomas Pulitzer schon recht derb, das muss man halt mögen….

Dieser Roman ist fast wie ein Tagebuch aufgebaut. Der Autor lässt seinen Protagonisten für 27 Tage in das Gebirgsdorf Weng, dort quartiert er sich in das Gasthaus seiner Großeltern ein. Dort versucht er die Spuren Thomas Bernhard zu finden. Angeblich spielt dessen Roman Frost im Gasthaus der Großeltern. Wir begleiten die Hauptfigur im Zusammenleben mit dem Großvater. Besonders diese Szenen sind mir in Erinnerung geblieben, immer wieder versucht der Enkel etwas über die Vergangenheit aus seinem Großvater „herauszupressen“ dieser verweigert aber grundsätzlich über die damalige zeit zu sprechen.

Grundsätzlich hat mir das Buch gefallen.