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Nov 19

I’LL PUSH YOU von Justin Skeesuck und Patrick Gray

Verlagsinfo, Klappentext

 

„Mehr als nur ziemlich beste Freunde…

Mit 16 erleidet Justin einen Verkehrsunfall, der ihn fast tötet und eine langsam voranschreitende Autoimmunerkrankung auslöst. Er kann seine Arme und Beine nicht mehr bewegen, ist auf den Rollstuhl angewiesen. Sein Traum: den Jakobsweg gehen. Als er seinem Freund Patrick davon erzählt, zögert dieser nicht, sich mit ihm zusammen auf das Abenteuer einzulassen. Sechs Wochen sind die beiden unterwegs, die Reise bringt beide an ihre Grenzen, doch gemeinsam bewältigen sie die 800 Kilometer über Stock und Stein durch Nordspanien. Ein ungewöhnliches Zeugnis von Mut, Glauben und wahrer Freundschaft, das dazu anregt, das eigene Leben infrage zu stellen und Dinge zu wagen, die man bisher nie für möglich hielt.“

Seiten: 320

ISBN 978-3-7109-0028-0

Benvento

 

I’LL PUSH YOU von Justin Skeesuck und Patrick Gray, Cover mit freundlicher Genehmigung von Benvento

I’LL PUSH YOU von Justin Skeesuck und Patrick Gray, Cover mit freundlicher Genehmigung von Benvento

 

Kennt ihr das? Ihr fühlt euch irgendwie nicht wirklich gut, könnt aber gar nicht genau sagen wo es herkommt….

Mir geht es in den letzten Wochen leider sehr oft so 🙁 Ich glaube es war einfach ein wenig viel in den letzten zwei Jahren, dann denke ich kommen die Wechseljahre so langsam durch…wenn alle anderen um mich herum über Hitzewallungen klagen kann ich da gar nicht mitreden, bei mir äussert sich die Sache eher in unaufhaltsamen Weinkrämpfen. Eigentlich ist die Situation um mich herum momentan halbwegs ok, meinen Eltern geht es gesundheitlich den Umständen entsprechend, meiner Schwiegermutter geht es auch recht gut. Ok, an der Arbeit ist es mal wieder etwas mehr, aber auch das kann man eigentlich überstehen…

Daher ist das Weinen um so schlimmer, wenn man innerlich immer rennen will und immer wieder das Weinen wie ein D-Zug über einen hinweg rollt 🙁 Gott sei Dank hält mein Mann immer zu mir und versucht alles erdenkliche um mir an solchen Tagen zu helfen!!! Dafür Danke ich ihm.

Und nun kommt dieses Buch und gibt mir so viel Kraft und Hoffnung!

Wir dürfen Patrick und Justin bei ihrer wunderbaren Reise begleiten. Wenn man die Zeilen der beiden so liest, stellt man die eigenen Probleme wirklich in Frage. Hier ist ein Mensch, der im Laufe seines Lebens immer mehr von seiner Mobilität hergeben muss und lange Zeit sind die Ärzte nicht in der Lage Justin genau zu sagen unter welcher Krankheit er leidet.

Patrick und Justin sind seit der Kindheit Freunde und auch wenn sie viele Jahre weit entfernt leben, so verlieren sie nie den Kontakt zueinander. Auch als beide eine Familie gründen, bleiben gegenseitige Besuche immer ein Thema. Gemeinsam haben die Männer bereits das eine oder andere Abenteuer erlebt. Nun werden Justins körperliche Defizite immer raumgreifender, nur seine Finger kann er noch alleine bewegen und doch versucht er nie den Mut zu verlieren. Als er eine Sendung über den Jakobsweg sieht, ist ihm schnell klar, da will ich hin.

Gemeinsam mit Patrick wird beraten und trainiert. Beide überwältigen bereits im Vorfeld viele Hürden.

Es war für mich sehr berührend mitzuerleben wie es Justin gelingt sich im Laufe der Reise immer wieder auch auf fremde Menschen zu verlassen, sich hinzugeben und Hilfe anzunehmen. Auch die Stärke die Patrick an den Tag legt ist bewundernswert. Er muss körperlich wirklich einiges leisten und auch er muss lernen Hilfe anzunehmen und Verantwortung abzugeben. (Ich glaube genau daran muss ich auch üben)

Meter um Meter kommen die beiden vorwärts.

Mir hat dieses Buch ganz viel gegeben. Mut, Vertrauen und Hoffnung!!! Auch habe ich gemerkt, das meine Sorgen vielleicht gar nicht so riesig sind, wie sie für mich immer aussehen…Andere Menschen haben ein weitaus schwierigeres Schicksal zu tragen und schaffen die Herausforderung!

Meine Sorgen treten plötzlich ein wenig in den Hintergrund und ich konnte mich ganz auf die Reise mit den beiden einlassen. Ich habe richtig mitgefiebert, wenn der Rolli an einer Steigung zurückrollen wollte und habe Justin Hilflosigkeit gespürt, wenn er in diesen Momenten doch viel lieber mitgeholfen hätte und es nicht konnte. Ich konnte auch den Stolz und die Zufriedenheit am Ende des Weges spüren.

Ein wertvolles Buch, welches sich gut und flüssig lesen lässt. Viel wurde schon über den Jakobsweg geschrieben, aber dieses Buch ist schon sehr besonders.

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