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Sep 07

Nachruf auf den Mond von Nathan Filer

Verlagsinfo, Klappentext

„Der Überraschungserfolg aus Großbritannien: Ausgezeichnet mit dem Costa Book Award 2013.

»Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.«“

320 Seiten

ISBN: 978-3-426-28124-6

Droemer

Nachruf auf den Mond von Nathan Filer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Droemer

Nachruf auf den Mond von Nathan Filer, Cover mit freundlicher Genehmigung von Droemer

Was für ein Buch !!!

Ich habe dieses Buch auf einem Buchblog entdeckt. Mir ist es vorher leider noch nirgends begegnet. Oft sieht man Bücher ja in einer Werbekampagne oder hier und da entdeckt man sie ja auch schon mal bei Facebook. Ich bin aber wirklich froh das es mir über den Weg gelaufen ist 🙂

Ich finde dieser Roman ist etwas besonderes. Vielleicht nicht ganz einfach, aber unglaublich gut!

Mich hat der Klappentext bereits dermassen in den Bann gezogen und als dann die Bewertung der Bloggerin noch so Verheißungsvoll ausgefallen ist, habe ich ihre Rezi erst mal nicht bis zum Ende gelesen, sondern mir gleich das Buch besorgt. Der Klappentext wirkt schon etwas verstörend, und man weiss gar nicht was da alles auf einen zukommt.

Dieser Roman erzählt die Geschichte von Matt, aus seiner Sicht, also in der Ich-Schreibweise. Eigentlich bevorzuge ich das nicht wirklich, aber für dieses Buch geht es gar nicht anders. Es passt einfach!

Matthew Homes ist 19 Jahre alt, vor zehn Jahren ist sein Bruder Simon ums Leben gekommen. Stück für Stück erfahren wir mehr aus Matts Leben in der psychiatrischen Klinik in Bristol. In Rückblicken erleben wir den Campingurlaub noch einmal mit. Noch geht es Simon gut und dann kommt es zu dem schrecklichen Unfall. Auf den weiteren Inhalt möchte ich hier eigentlich gar nicht weiter eingehen. Dieses Buch ist wirklich lesenswert und in meinen Augen so Genreübergreifend das jeder Leser hier zufrieden sein sollte.

Ich möchte aber gerne die eine oder andere Passage zitieren, die mich besonders berührt hat.

Seite 37

„Aber so sind sie nun einmal, die Steves dieser Welt, sie sind ständig bemüht, aus nichts etwas zu machen. Und sie tun es nur sich selbst zuliebe.“

Seite 53

„Sein Zimmer war geblieben, hinter dem Fenster mit den gelben Pokemon-Gardinen im ersten Stock. Es hatte uns nicht die Höflichkeit erwiesen, einfach zu verschwinden. Es war genau dort geblieben, wo wir es zurückgelassen hatten, am oberen Treppenabsatz, direkt neben meinem.“

 

Häppchenweise führt uns der Autor immer näher an das Geschehen. In einer ganz besonderen Art und Weise ist dieses Buch geschrieben. Zum einen ist das Schriftbild immer wieder wechselnd und hebt so bestimmte Worte oder Szenen hervor. Diese Art und Weise den Text an den Leser zu bringen ist in meinen Augen etwas ganz besonderes. Oft habe ich beim Lesen eine Pause gemacht und mir einfach die Seite angesehen, sie auf mich wirken lassen um dann ganz bewusst alles ein zweites mal zu lesen. Dann haben wir einige Zeichnungen die den geschriebenen Text unterstützen und bereichern. Nicht das die Zeichnungen sehr aufwendig sind, aber sie sorgen für ein Innehalten im Lesen.

Dieser Roman hat mich sehr berührt und beeindruckt. Dem Autor ist es wirklich gelungen Matt eine Seele zu geben.

 

Wer nicht lesen mag, dem empfehle ich das Hörbuch welches im argon Verlag erschienen ist.

Nachruf auf den Mond von Nathan Filer, Cover mit freundlicher Genehmigung von argon

Nachruf auf den Mond von Nathan Filer, Cover mit freundlicher Genehmigung von argon

 

Allerdings würde ich in diesem Fall vielleicht eher zum Buch greifen, da ich der Meinung bin dass die Bilder und das verschiedenartige Schriftbild einen großen Teil der Faszination für dieses Buch ausmachen. Ich werde aber das Hörbuch noch hören um mir ein eigenes Bild von der Umsetzung zu machen.

 

 

 

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