Aug 12

Es wird Dich rufen

Es wird Dich rufen (mehr als ein Hörbuch)

von Simon Cross

Am Anfang hielt ich das Hörbuch für einen, sagen wir Dan Brown Abklatsch, aber weit gefehlt. Der Anfang bietet nur einen kurzen Einstieg in die Geschichte, welche der junge Journalist Mike Dornberg erleben wird. Ohne näher auf den Inhalt einzugehen möchte ich nur sagen, es geht um den Kampf zwischen Gut und Böse und die uralte Suche nach dem heiligen Gral.

Es_wird_Dich_rufenDer ohnehin fesselnde Inhalt des Buches wird durch die Umsetzung als Hörbuch deutlich verstärkt, wobei es kein herkömmliches Hörbuch mit nur einem Vorleser ist, nein, manche Passagen werden von verschiedenen Stimmen gesprochen. Besonders faszinierend war für mich das Hörerlebnis, dass einige Dialoge mitten im Satz von dem Erzähler weiter gesprochen wurden oder umgekehrt.
Ich kann jedem dieses Hörbuch nur empfehlen der eine gute Geschichte um den Gral schätzt, zumal einiges sehr glaubwürdig erscheint.

Erschienen ist das auf 8 CDs gebannte Hörbuch beim Verlag bluescreen-entertainment.com.

Erzähler: Helmut Winkelmann, Jean: Michael Mendl, Mike: Erik Borner, Feline: Nora Jokhosha, Michelle: Jutta Popp, Bedienung/Sekretärin: Romy Agel

 

Aug 10

Verlagsvorstellungen

Ich finde, es gibt so viele tolle Verlage die man manchmal gar nicht kennt 😉 Klar die Großen sehen wir alle jeden Tag in unserer Buchhandlung des Vertrauens. Meist liegen dort Stapelweise Bücher vom einen oder anderen zum Kauf bereit 😉

Aber es gibt so unendlich viele kleine und doch tolle Verlage die zum Teil nur in ihrer eigene Region bekannt sind. Diesen Umstand finde ich eigentlich sehr schade. Ich habe mir vorgenommen den einen oder anderen Verlag hier auf meiner Seite in einem kurzen Portrait vorzustellen.

Ich bekomme von den Verlagen dafür kein Geld!!!

Die Reihenfolge meiner Vorstellungen hat nichts mit einer Bewertung zu tun!!!

Aug 09

„Die Wanderhure“ als Theaterstück?

Vor einigen Wochen weilte das Ehepaar Lorenz anlässlich der Premiere  zum Theaterstück von „Der Wanderhure“  in Bad Hersfeld.

Da wir im Vorfeld mit Iny und Elmar einen Termin vereinbart hatten, trafen wir uns dann am 17. Juni in unserem Lieblingscafé, im Café Landlust in Bad Hersfeld. Es gab viel zu erzählen und zu lachen und der Nachmittag war dann auch viel zu schnell vorbei. Allerdings ging der Tag nicht rum ohne dass wir die beiden mit vielen Fragen löchern durften. Bereitwillig gaben sie uns Auskunft und so erfuhren wir zum Beispiel wie die beiden für eine neue Geschichte recherchieren. 

Es war wirklich sehr schön die beiden mal so ganz exklusiv zu treffen und ohne Stress und Hektik einer Buchmesse Zeit in Ruhe miteinander zu verbringen. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Iny und Elmar.

Iny & Elmar mit MoniAm 20.Juni fand noch eine Signierstunde in der örtlichen Buchhandlung statt. Anfangs noch zögernd, kam im Laufe der Signierstunde doch der eine oder andere noch ins Gespräch mit den beiden, welche die Fragen gerne beantworteten.

Signierstunde Bad Hersfeld

Das Theaterstück „Die Wanderhure“ kam bei den Besuchern sehr gut an. Auch wir durften uns am 29.07. dann endlich ein eigenes Bild davon machen. Leider hat es an diesem Abend ziemlich viel geregnet, aber unsere Stiftsruine ist mit einem Zeltdach ausgestattet welches die Zuschauer vor dem Regen schützt.

Die Schauspieler haben dieses Privileg leider nicht. Das schlechte Wetter hat die aber Dramatik des Stückes noch  hervorgehoben.

Leider dürfen wir keine Bilder von der Aufführung zeigen.

Ich für meinen Teil bin absolut begeistert von der Umsetzung als Bühnenstück. Im Vorfeld habe ich mir nicht wirklich vorstellen können, wie man diese komplexe Geschichte auf einer Bühne präsentieren kann, ohne das die Story darunter leidet, aber ich bin der Meinung, das diese Inszenierung mehr als gelungen ist.

Es wäre sehr schön wenn „Die Wanderhure“ auch im nächsten Jahr in der Stiftsruine bei den Bad Hersfelder Festspielen zu sehen wäre.

Aug 05

Der ganz normale Bahnsinn von Miguel Fernandez

Der ganz normale Bahnsinn

Miguel Fernandez

 

Verlagsinfo, Klappentext

„Fahrkartenautomaten, Klimaanlagen und brechend volle Zugwaggons … Der ganz normale Bahnsinn ist ein Survival-Training für alle Beteiligten. Mit viel Humor zeichnet Vielfahrer Miguel Fernandez wohlbekannte Bahnsituationen und zeigt: Letztendlich sitzen wir doch alle in derselben Bahn!“

48  Seiten

ISBN: 978-3-8303-3368-5

Lappan

Der ganz normale Bahnsinn von Miguel Fernandez, Cover mit freundlicher Genehmigung von Lappan

Der ganz normale Bahnsinn von Miguel Fernandez, Cover mit freundlicher Genehmigung von Lappan

Yes

Noch befinden sich die meisten Bundesländer ja  in den Ferien. Der eine oder andere wird ihn daher kennengelernt haben „Den ganz normalen Bahnsinn“.

Ich liebe dieses kleine feine Büchlein 😉 Viele der aufgezeigten Situationen sind mir nicht ganz fremd. Das eine oder andere kann jedem schon mal passieren…

Herrlich überspitzt und doch wunderbar treffsicher sind hier auf 48 Seiten jede Menge tragische, witzige und irrsinnig komische Momente im Bahnleben dokumentiert.

Die Zeichnungen sind einfach genial und unterstützen den Text in den Sprechblasen ganz gelungen.

Dieses Buch ist ein tolles Geschenk für Bahnbedienstete 😉 und in meinen Augen ein guter Reisebegleiter für jede Bahnfahrt.

Auch der Leid geplagte Pendler, der für den Job jeden Tag zweimal in einen Zug steigt, hat bestimmt seine Freude an dem Büchlein.

Jul 28

In Vorfreude auf das neue Buch von Elke Pistor

Im August 2014 erscheint das neue Buch von Elke Pistor im Ulstern Verlag. Der Titel lautet „Vergessen“ . Ich bin schon sehr gespannt auf dieses Buch. Um uns die Wartezeit zu verkürzen möchte ich euch heute gerne die Autorin mit ihrem Autorenportrait vorstellen.

Autorenportrait

Elke Pistor

Dieses Autorenportrait wurde von Elke Pistor zur Verfügung gestellt.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Elke Pistor.

Foto2-ElkePistor

Portrait: Elke Pistor
„Erschießen ist mir zu unpraktisch …“

Das wandhohe Bücherregal biegt sich unter dem gesammelten Kriminal- und Psychologiewissen. Mittendrin lauert eine handgroße Spielzeugvogelspinne auf Opfer. Eine antike Schreibmaschine versprüht einen bodenständigen Charme. Gelbe Notizzettel pflastern vereinzelt die Schreibtischablage – immer bereit, akute Geistesblitze festzuhalten. Es herrscht eine energiegeladene Atmosphäre. Fast so, als hätte jemand seine geballte Kreativität in diesem Zimmer ausgekippt und neu sortiert. Irgendwie stimmt das sogar. Denn dies ist das Arbeitszimmer, in dem die Krimiautorin Elke Pistor (47) ihre Gedanken zu neuen Geschichten reifen lässt. Ihr wichtigstes Instrument: eine graue Moderations-Pinnwand, an der sie ihren Plot mittels farbiger Notizen strukturiert. Wer hier auf Spurensuche geht, entdeckt u.a. Handbücher zum Thema Demenz und eine unechte ausgestopfte Eule, die über ihren Schreibtisch wacht – alles kleine Hinweise auf die Handlung von „Vergessen“, ihren neuen Kriminalroman, der im August 2014 im Ullsteinverlag erscheint.

Von Schweden zum Krimi

Wenn Elke Pistor an ihrem Kölner Schreibtisch sitzt und Fachbücher für den nächsten Fall ihrer Gemünder Kommissarin Ina Weinz wälzt, reist sie in Gedanken oft in ihre Heimat, die Eifel. Wie ihre erste Figur wird sie in Gemünd geboren und verbringt ihre gesamte Jugend dort. In ihren Ina Weinz-Krimis setzt sie dieser Zeit ein Denkmal. Dabei ist anfangs gar nicht sicher, ob sie überhaupt zum Schreiben finden wird. Ihre Eltern wünschten sich für sie eine Zukunft als Finanzbeamtin. Sie selbst will Schauspielerin oder Anwältin werden, studiert schließlich Pädagogik und Betriebspsychologie. Trotzdem hört sie nicht auf zu experimentieren, versucht sich auch als Malerin: „Ich war immer auf der Suche nach einer künstlerischen Ausdrucksform, die mir liegt“, erinnert sich die 47-jährige mit der markanten roten Brille. Ein erstes Mosaikteil entdeckt sie 2007, an ihrem 40. Geburtstag. Sie möchte nach der beruflichen Pause, die sie für ihre beiden Kinder eingelegt hat, etwas Neues anfangen. Vielleicht Schwedisch lernen, die Muttersprache ihres Mannes. Doch der Kurs der VHS liegt am anderen Ende der Stadt. So entscheidet sie sich lieber für das Seminar „Kreatives Schreiben“ in der Nähe. Eine gute Wahl. Das Schreiben gefällt ihr, das Feedback der Teilnehmer ist positiv – Elke Pistor leckt Blut.

Buchpremiere auf der Criminale

Von Haus aus ein wahrer „Fortbildungsjunkie“, investiert sie all ihre Energie in ihre neue Passion, schreibt sich erst an der VHS, später an der Bundesakademie in Wolfenbüttel ein. Das Ziel: möglichst viel Schreibhandwerk und -erfahrung sammeln. Über ein Internetforum tauscht sie sich mit anderen über ihre Texte aus, lernt, Kritik an ihren Geschichten nicht auf ihre Person zu beziehen – eine wichtige Lektion, wie sie selbst sagt. Am Ende zahlt sich ihre Arbeit aus. Auf Anregung ihrer Schreiblehrerin an der VHS, sendet sie ihre Kurzgeschichte „Für den Wind und die Vögel“ bei einem Wettbewerb ein – und gewinnt. Es ist ihre erste Veröffentlichung, die 2009 in der Anthologie „Mortus in Colonia“ erscheint. Vom ersten Erfolg beflügelt, besucht Elke Pistor einen Kurs bei den Autoren Sandra Lüpkes und Jürgen Kehrer. Von ihnen erfährt sie, dass die nächste Criminale in ihrem Geburtsort Gemünd stattfindet. Sie nutzt ihre Chance, setzt sich daheim an den Schreibtisch und erdenkt ihren ersten Eifelkrimi. Mit knapp 100 fertigen Seiten im Gepäck klopft sie bei verschiedenen Verlagen an. Nur ein Jahr später feiert „Gemünder Blut“ (Emons), auf der Criminale 2010 Premiere.

Über den Ursprung von „Mordsideen“

In den nächsten fünf Jahren schreibt Elke Pistor sieben Bücher. Sie arbeitet sich für ihre Krimis unter anderem in die Geschichte des Kölner Doms, Kräuterkunde und den Beruf des Tierpräparators ein. Doch woher nimmt sie ihre vielen Einfälle? „Bisher konnte ich mich immer auf meinen Inspirationsmoment verlassen“, sie lächelt verschwörerisch. Er wird zum Beispiel durch eine Autofahrt, ein Gespräch oder einen Blick in die Zeitung ausgelöst. Der Einfall zu „Vergessen“, in dem sie das Thema Demenz behandelt, kommt über einen befreundeten Psychiater und Neurologen zu ihr. „Er hat mir von einer ungewöhnlichen Erkrankung erzählt: der Frontallappendemenz, die sich vor allem auf das Gewissen und die Moral auswirkt, den Menschen völlig enthemmt. In diese Richtung habe ich weiter recherchiert.“ Ist die Idee erst einmal da, plant sie ihre Morde akribisch. Die Opfer werden erschlagen, springen aus dem Fenster oder ertrinken und verheddern sich in Schiffsschrauben. „Einfach erschießen ist mir zu unpraktisch. Das würde ich nie machen. Es ist laut und die Kugeln lassen sich in der Ballistik zurückverfolgen“, überlegt die Autorin. Dabei wäre es für sie vermutlich einfach, einen Mord mit Waffe zu beschreiben. Wie sie ein Luftgewehr benutzt, lernte sie einst von ihrem Großvater.

Organische Figuren – „alle meine Freundinnen“

Besonders viel Zeit investiert Elke Pistor in die Entwicklung ihrer Hauptfiguren. Sie stattet sie mit Familienproblemen aus, überlegt sich kleine Macken, gibt ihnen eine Motivation: „Jede Figur braucht ein Ziel, erst dann wird sie organisch.“ Bisher hat sie viele starke Frauen entworfen, darunter Katharina Rübchen und Judith Bleuler. Die Eifelkommissarin Ina Weinz steht ihr am Nächsten. Sie ist für sie sogar zu einer guten Freundin geworden. Wohl, weil sie die Erste war, die sie lebendig werden ließ. Mit ihrer „Neuen“, der Kriminalkommissarin Verena Irlenbusch, die in „Vergessen“ ihren ersten Fall gemeinsam mit dem Kollegen Christoph Todt lösen wird, steht sie noch am Anfang des Kennenlernens: „Sie fasziniert mich. Sie ist smart und cool in ihrem beruflichen Auftreten, trotzdem sensibel und rührend bemüht um ihre Großmutter. Ich bin gespannt, welche Facetten sie mir in Zukunft offenbaren wird.“ Gerade hat sie die Arbeit am zweiten Band der Reihe begonnen. Dabei verrät sie, dass sie trotz aller Verbundenheit zu Ina, Verena und Co., viel lieber Bösewichter entwirft: „Figuren interessieren mich als Menschen. Es gefällt mir zu ergründen, was sie antreibt. Dahinter steckt, dass jeder unter bestimmten Umständen zu einem Mord fähig ist, und ich überlege mir, welche das sind.“

Einfach schreiben

Geht es an die Plan- und Schreibphase, profitiert sie vor allem von ihren Erfahrungen als Workshopleiterin in der Erwachsenenbildung. „Von Natur aus bin ich eher ein unordentlicher Mensch. Wenn ich arbeite, brauche ich eine feste Struktur“, gibt Elke Pistor schmunzelnd zu. Daher auch die Krimipinnwand: „Ich entwerfe meinen Plot und erstelle einen Ablauf der einzelnen Szenen, den ich dann Punkt für Punkt abarbeite.“ Für jeden Roman legt sie ein eigenes Notizbuch an. Außerdem nutzt sie eine Diktatfunktion im Handy für spontane Geistesblitze. Von der ersten Idee bis zum Lektorat für ein ca. 300-Seiten Buch braucht sie in der Regel sieben Monate. Davon reserviert sie sich drei fürs Schreiben. Ihr Soll: sechs Seiten pro Tag. Dafür hat sie montags bis freitags zwei Stunden Zeit, wenn die Kinder in der Schule sind und ihr Mann auf der Arbeit. „Am besten schreibe ich, wenn ich alleine im Haus bin und mich nichts ablenkt, auch keine Musik.“ Nur der Platz im Haus, an dem sie schreibt, ist nicht fix. Mal entstehen ihre Szenen auf dem Laptop, während sie auf dem Ledersofa im Wohnzimmer sitzt. Mal, am Tisch ihrer kleinen Gartenoase unter dem wild rankenden Wein – immer umgeben von mindestens einer ihrer drei Katzen, die mit in der Familie leben. Von Schreibblockaden ist sie bisher verschont geblieben. Ihr Rezept: „Gute Vorarbeit und intensive Recherche, das nimmt den Druck raus. Und es macht mir Spaß, mich in etwas Neues einzudenken.“

Die andere Seite

Mittlerweile hat Elke Pistor viele Fachexperten an der Hand, die ihr gerne über forensische oder psychologische Details Auskunft geben. In den Vereinigungen für Krimiautoren „Mörderische Schwestern“ und „Syndikat“, sucht sie den Austausch mit ihren Kollegen. 2013 saß sie in der Jury des Friedrich-Glauser-Preises. 2012 und 2014 entschied sie mit über die Vergabe des Jacques Berndorf Preises, dem Eifelkrimiförderpreis. Wenn sie nicht schreibt oder plottet, bewirbt sie ihre fertigen Bücher via Facebook, produziert neue Buchtrailer für ihre Internetseite oder verlost Benefizlesungen. Bei allem, was sie tut, ist sie zu 100 Prozent dabei und ständig auf der Suche nach neuen Marketing-Ideen oder anderen kleinen Dingen, die ihre Bücher weiter bekannt machen. Um Rezensenten ihren Kräuterkrimi „Kraut und Rübchen“ schmackhaft zu machen, stellte sie sogar eigene kleine Päckchen zusammen, in denen sie die Bücher samt Kräuterteemischung an Blogger versandte.

„Hach“-Bücher und andere Freizeitvergnügen

Doch was macht sie, wenn sie mal gar nichts zu tun hat? „Wenn ich bügele oder das Katzenklo sauber machen muss, gönne ich mir gerne Hörbücher. Da kann ich auch gleich lernen, wie ich meine Stimme bei Lesungen einsetze. Am Liebsten Bücher, bei denen man am Schluss diesen ‚Hach’-Effekt hat“, schwelgt Elke Pistor. Aber sie geht auch gerne mit ihren Kindern in Disneyfilme. Da passieren zwar keine Morde, trotzdem sind sie schön. Und wie sieht es mit Urlaub aus? „Ich fahre eigentlich nicht gerne weg, da ich beruflich viel unterwegs bin. Wenn doch, bin ich meist im Wohnwagen unterwegs. Es gefällt mir, Unerwartetes abseits vom Hauptstrom zu entdecken. Mein absoluter Ruhe- und Sehnsuchtsort ist Schweden.“ Und wenn der Akku wieder aufgetankt ist, geht es zuhause gleich wieder ans Schreiben. Was für manchen vielleicht stressig klingen mag, ist für Elke Pistor eher Erholung: „Ich wollte immer etwas tun, wofür ich brenne und habe lange danach gesucht. Jetzt, mit 47 bin ich endlich angekommen.“ Während sie spricht, nimmt bereits die nächste Idee hinter ihrer Stirn Gestalt an. Sie blickt zur grauen Pinnwand, nimmt die verbliebenen Post-Its ab. Jetzt ist alles wieder ganz blank, bereit für neue Ideen, Fährten und Figuren – für den nächsten Roman.

Jul 22

Nur fliegen ist schöner…

Ein nicht ganz alltäglicher Sonntagsausflug

 

Eigentlich sollte es ein ganz „normaler“ Ausflug werden 😉 Doch dann kam alles ganz anders 😉

UL Flug Moni

Aber ich will von vorne anfangen. Bekannte von uns besitzen Ultraleichtflugzeuge und ihr Flugplatz ist knapp 90 Kilometer von uns entfernt. Das ist eine Strecke die man schnell mal hinter sich bringt. Wir wollten uns das schon die ganze Zeit mal näher ansehen. Wir haben uns gedacht, dass Andi bestimmt das eine oder andere Fotomotiv vor die Linse bekommt.

Letzten Sonntag hat dann alles gepasst, unsere Freunde wollten zum Fliegen, wir hatten Zeit und das Wetter sollte zumindest vormittags noch sehr schön sein. Also Wecker gestellt und früh aus dem Bett. Los ging die Fahrt durch die schöne Rhön. Wir hörten ein tolles Hörbuch und hatten unterwegs schon einiges rechts und links zu sehen.

Auf dem Flugplatz angekommen bekamen wir gleich eine Führung durch den Hangar und unser Bekannter erklärte uns alles über die Ultraleichtfliegerei. Während wir so sprachen und uns alles ganz genau ansehen durften sind in der Zwischenzeit schon einige mit ihren Fliegern gestartet und gelandet. Ein sehr eindrucksvoller Anblick. Zu diesem Zeitpunkt habe ich keine Sekunde darüber nachgedacht selber mal in so einem Ding zu sitzen. Ich doch nicht!!! Ich habe Höhenangst!!!  Wenn wir auf einem Hochhaus sind, oder auf einem Kirchturm klebe ich an der Wand und wage es nicht einen Blick in die Tiefe zu werfen…sofern ich überhaupt nur so weit nach vorne gehen kann, dass ich was sehen würde…All das geht für mich überhaupt nicht.

Aber da hatte ich die Rechnung ohne meinen Bekannten gemacht 😉 Zuerst durfte ich im Hangar mal Probesitzen. Das war ok, ich war ja immer noch überzeugt es NIE zu tun…Dann haben wir uns noch eine Weile unterhalten und Andi hat hier und da schon mal das eine oder andere Bild geschossen, als es dann plötzlich hieß: „So Moni, nun fliegen wir beide eine Runde“.

In diesem Moment hab ich eigentlich gar nicht mehr gedacht.

UL Flug Moni

Als sich der erste Schreck gelegt hatte war ich mir sicher, dass ich es wagen wollte. Aber mir ging mein „Pops auf Grundeis“ , wie man so schön sagt. Ich hätte mich aber ganz sicher nicht getraut, wenn ich dem Bekannten nicht wirklich vertraut hätte!!! Ich war mir ganz sicher, dass er sofort wieder landen würde, wenn ich es nicht aushalten würde.

UL Flug Moni

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was sollt ich sagen, es war ein ergreifendes Erlebnis. Diese halbe Stunde hat mir gezeigt, dass man oft viel mehr kann, als man sich vielleicht im ersten Moment zutrauen würde 🙂

UL Flug Moni

Ich bin nun allerdings sehr gespannt ob mir mein kleiner Ausflug in die Luft nun auch bei der normalen Höhenangst etwas hilft.

Buecherloewe

Jul 19

Insekten

Insekten entdecken, beobachten, schützen

Gregor Faller

Um es vorweg zu nehmen, dieses 136-seitige Buch, erschienen im Kosmos Verlag, ist kein Insekten-Bestimmungsbuch, vielmehr möchte der Autor dem Leser den Lebensraum und das Verhalten unserer einheimischen Insekten näher bringen.

Das erste Kapitel befasst sich mit mit der Lebensweise und dem Verhalten der Insekten. Dabei geht der Autor kurz auf die Entwicklung und den Lebensraum, die Tarnung und das Jagen und natürlich den Artenschutz einiger Insekten ein.
Im weiteren befasst sich das Buch mit den unterschiedlichsten Lebensräume, der Wiese, dem Wald, dem Wasser und den Bergen. Das letzte Kapitel widmet der Autor der Insekten Fotografie, allerdings sucht der Leser hier hilfreiche Tipps umsonst.
Alles in allem ist das hier vorliegende Buch ein gelungenes Werk für Natur Einsteiger, vermittelt es doch ein gewisses Grundwissen. Abgerundet wird das ganze mit vielen, sehr schönen und detailreichen Fotografien des Autors.

ISBN: 978-3-440-13873-1

KOSMOS Verlag
Insekten Entdecken, beobachten, schützen von Gregor Faller, mit freundlicher Genehmigung von Kosmos

Insekten Entdecken, beobachten, schützen von Gregor Faller      mit freundlicher Genehmigung von Kosmos

Jul 13

Grimms Erben von Florian Weber

Grimms Erben

Florian Weber

Ein Buecher Loewe Geheimtipp

Auch wenn ich dieses Buch bereits im letzten Jahr gelesen habe möchte ich mit dieser Rezi hier starten.

Verlagsinfo, Klappentext

“Ignatz ist Märchenerzähler. Als der Krieg ausbricht, desertiert er. Seine Flucht führt ihn nach Warschau, wo er vor den Augen seines Bruders Zacharias von den Nazis ermordet wird. Zacharias entkommt und zieht sich nach dem Krieg nach Bayern zurück. In seinem Gartenhaus aus Holz erschafft er sich mit seiner Märchenbibliothek eine eigene und wunderbare Welt. Als alter Mann erfährt er von der Existenz seines Enkels August, der ihm zur Obhut übergeben wird. Plötzlich verschwindet Zacharias und hinterlässt eine seltsame Botschaft.
August, der Zeit seines Lebens von seinen Mitmenschen verlacht und gedemütigt wurde, rächt sich nun grausam an seinen Peinigern.

Florian Weber, Bandmitglied der Sportfreunde Stiller, legt mit Grimms Erben seinen eigenen Entwurf zum Grimm-Jahr vor: Phantasiereich und wunderbar fabulierend, aber auch brutal und von anarchistischem Witz, spielt Weber mit sehr unterschiedlichen Märchenmotiven und zitiert in etlichen Szenen deren Handlung und Moral.”

ISBN 978-3-8493-0000-5

Metrolit Verlag  Walde + Graf

Grimms Erben von Florian Weber, Cover mit freundlicher Genehmigung von Metrolit

Grimms Erben von Florian Weber, Cover mit freundlicher Genehmigung von Metrolit

Über den Autor Information Verlagsseite

“Florian Weber, geboren 1974 in Schrobenhausen, Bayern, ist Schlagzeuger und Texter der Sportfreunde Stiller, die u.a. mit dem Album »MTV Unplugged in New York« die deutschen Charts stürmten. 2006 erschien bei Rowohlt sein erster Roman »You’ll Never Walk Alone«.”

 

Mein Buchgefühl

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich durch die Sendung “Druckfrisch” (ARD) vom 07.04.2013 auf diesen Titel aufmerksam geworden bin. Dort hat Denis Scheck ein Interview mit Florian Weber geführt und einige Minuten über dessen Werk “Grimms Erben” geplaudert. Nachdem Denis Scheck dieses Buch als “Chilischote im deutschen Einheitsbrei” bezeichnet hat wollte ich dieses Buch unbedingt selber lesen um mir eine eigene Meinung zu bilden.

Was soll ich sagen? Selten hat mich ein Buch dermaßen beeindruckt und gefühlsmäßig mitgenommen. Für mich ist dieses Buch bis jetzt DAS Highlight meines Lesejahres (es wurde allerdings schon 2012 veröffentlicht). Ich habe für mich beim Lesen eine wahre Achterbahn meiner Gefühle durchlebt.

In Teil Eins “Die vermaldedeite Flucht”, lernen wir Ignatz Buchmann kennen. Es ist das Jahr 1943 und Ignatz befindet sich in Warschau auf der Flucht. Eigentlich möchte er nicht mehr als Schriftsteller sein. Er möchte ein Buch veröffentlichen, er liebt es Geschichten zu erzählen und sein Bruder Aki ist sein größter Fan. Sein Traum ist es dieses Buch zu verlegen, doch alles kommt leider ganz anders…

Das besondere an Teil Eins ist für mich der Aufbau. Florian Weber lässt uns mit Ignatz durch die Strassen hechten, lässt uns rennen…Nach jeder erfolgreicher Flucht erzählt uns Ignatz eine seiner Geschichten. Und diese haben es wahrlich in sich. Ich kann und mag hier nicht alle einzelnen Geschichten aufzählen, aber ich möchte gerne einige Textpassagen zitieren, die mich hier besonders berührt oder beeindruckt haben.

-Das Mädchen hinter den Büchern- (Diese Erzählung ist so traurig und dennoch so kraftvoll) Zitat Seite 68 “Er würde liebend gerne lesen. Jedem einzelnen Buchstaben dieser Schatzkammer durch seine Pupillen Eintritt in sein Inneres gewähren lassen. Aus jedem Satz Bilder zeichnen. Jedes entstehende Gebilde in seinem Kopf zum Tanz auffordern. Ich brauche Zeit, dachte er sich. Zeit zu lesen.” Was für eine Sprache!!!

-Das Imagistrat- Zitat Seite 77 “Da gab es zum einen die Möglichkeit, mit Hilfe eines überdimensionalen Helms, aus dem Schläuche und Glühbirnen führten, Bücher hundertmal schneller lesen zu können als gewöhnlich, ohne den Lesegenuss zu schmälern. Der Lesetempomat.” Wer von uns allen würde sich nicht solch eine Maschine wünschen? ( Aber Vorsicht auch dies ist eine tragische Geschichte.)

Dies sind Auszüge aus zwei Geschichten die Ignatz während seiner Flucht aufschrieb, es gibt derer einige und alle sind beeindruckend, erschütternd und einfach nur lebhaft und liebevoll. Und zwischen diesen Episoden wirft uns der Autor immer wieder in die wilde Flucht hinein. Bis zum bitteren Ende…

Nun kommen wir zu Teil Zwei, “Die Theorien des August Locher”. August Locher und wir schreiben das Jahr 1984. auf den ersten Blick scheint nun eine ganz neue Geschichte anzufangen, die nichts mit dem ersten Abschnitt zu tun hat und doch ist alles miteinander verwoben und man bekommt als Leser immer wieder Hinweise darauf. Das Leben von August Locher ist mitnichten einfach und er kann einem schon leid tun, der arme Kerl. Wir erleben ihn in seinem Alltag und begleiten ihn auf die Arbeit und oft hatte ich beim Lesen das Gefühl ihm helfen zu wollen. Ja, er hat mich wirklich tief berührt, der August, er tat mir leid und hier und da hab ich mir gewünscht ihn mal wachzurütteln. Aber das kam ja dann noch von ganz alleine… Auch hier habe ich wieder ein Zitat welches mir nach dem Lesen noch lange im Gedächtnis blieb. Zitat Seite 148 ” Warum hast Du überhaupt einen Atlas, hast ja nicht einmal ein Auto. -Weil der Mensch wissen muss, wo er herkommt, wo er ist und wo er hin will, das ganz besonders.” Ich kann und möchte auch hier nicht wirklich viel über den Inhalt erzählen, ich finde einfach das alles zu komplex ist um es zu beschreiben. Hier ist selber lesen und fühlen geraten 🙂

Kommen wir nun zu Teil Drei, “Olymus Mons”. Die Szenerie wechselt erneut. Wir treffen auf Joseph Schmidt und Ole Olsen. Beide sind auf dem Weg von Hamburg nach Garmisch-Partenkirchen, 857,4 Kilometer, / Stunden, 42 Minuten. Sie sollen die Illustrationen zu einem Märchenbuch gestalten. 12 klassische Märchen, 36 moderne Illustrationen. Nun wollen beide sich in den Bergen inspirieren lassen. Inspiriert werden sie, aber anders als sie erwarten. Los geht es schon mal mit den typischen Sprachbarrieren zwischen Norden und Süden. Viel haben beide nun zu erleben und es ist nicht wirklich schön, aber durchaus nötig…

Teil Vier, “Von Faden und Garn” rundet die gesamte Geschichte ab und verbindet alle Teile miteinander. Es ist der Anfang und auch das Ende von einem aussergewöhnlichen Buch.

Mein Fazit.

Dieses Buch kann begeistern, kann traurig stimmen, kann lehrreich sein und zu allem auch noch ein großer Spaß. Ich fühlte mich wunderbar vom Autor durch die Seiten getragen. Dieses Buch ist anders! Ich für mich bin nicht in der Lage es in eine “Genreschublade” zu stecken, denn in meinen Augen finden sich hier fast alle Genres bedient.

Vielen Dank an Denis Scheck und die Sendung “Druckfrisch”, ohne ihn wäre ich nie über dieses Buch gestolpert!

Eurer Buecherloewe

Jul 09

Nun auch von mir ein Hallo in die Runde

Der eine oder andere kennt mich vielleicht schon 😉

Seit  2012 blogge ich mit I_Love_Books gemeinsam auf der Leseleidenschaft. Nun möchte ich mich parallel gerne auch mit meiner eigenen Seite verwirklichen.

Natürlich werde ich weiterhin bei der Leseleidenschaft aktiv sein, da ich sehr stolz und glücklich bin, dass mich I_Love_Books damals mit in ihr Boot genommen hat und mir so die ersten Schritte im Bloggerleben erleichtert hat.

Die Leseleidenschaft ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil für mich.

Ich habe den einen oder anderen Traum, den einen oder anderen Gedanken den ich hier in den nächsten Tagen und Wochen gerne umsetzen möchte.

Es wäre toll, wenn ihr mich dabei begleiten würdet 😉

Euer Buecher Loewe

 

Jul 05

Herzlich Willkommen!

Heute geht buecherloewe.de online.

Natürlich wird buecherloewe auch weiterhin auf leseleidenschaft.de Artikel und Rezensionen veröffentlichen, aber manchmal braucht man halt eine neue Herausforderung.

In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß mit diesem neuen Blog.

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