Vier Stückchen Brot von Magda Hollander-Lafon

Vier Stückchen Brot

Magda Hollander-Lafon

Verlagsinfo, Klappentext

„Gemeinsam mit ihrer Mutter Esther und ihrer Schwester Irene wird die 16-jährige Magda Hollander 1944 ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Drei von 437.403 ungarischen Juden – eine unglaubliche Zahl, dokumentiert in deutscher Gründlichkeit. Ihre Mutter und ihre Schwester werden dort ermordet. Aber Magda erlebt in dieser Dunkelheit des Grauens ein Licht der Mitmenschlichkeit: Eine sterbende Frau nimmt ihre Hand, legt vier kleine Stücke Brot hinein und sagt: „Nimm. Du bist jung. Du musst leben. Du musst das bezeugen, das alles hier. Damit es nie wieder geschieht, nirgendwo.“

Magda Hollander wird den Holocaust überleben. Lange kann sie nicht über ihre schrecklichen Erlebnisse sprechen. Erst viele Jahre später bricht sie ihr Schweigen. Sie denkt darüber nach, wie sie der jüngeren Generation ihre Erfahrungen nahebringen kann. So ist dieses kleine, leise, tief anrührende Buch entstanden – eine Hymne an das Leben, ein Zeichen wider das Vergessen. In Frankreich wurde die Originalausgabe als „Spirituelles Buch des Jahres“ ausgezeichnet.“

ISBN: 9783942208086

144 Seiten

adeo

 

Vier Stückchen Brot von Magda Hollander-Lafon, Cover mit freundlicher Genehmigung von adeo

Vier Stückchen Brot von Magda Hollander-Lafon, Cover mit freundlicher Genehmigung von adeo

Mein Buchgefühl

Auch wenn dieses Buch „nur“ 144 Seiten hat, so sind diese doch so intensiv das in mir das Gelesene noch lange nachgehallt hat.

Magda Hollander-Lafon erzählt in diesem Buch mit leisen und doch sehr ergreifenden Worten von ihrer Jugend. Sie war 16 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester aus Ungarn nach Auschwitz deportiert wurde. Sie beschreibt in klaren Sätzen wie sich ihr Leben ab da veränderte. Allerdings nutzt die Autorin eher das Element des „Weglassens“ der grausamen Details und legt ihr Hauptaugenmerk viel mehr auf das Leben und das Überleben. Das ist es, was dieses Buch für mich so besonders macht. Das zentrale Element sind die vier Stückchen Brot, die ihr eine sterbende Mitgefangene zusteckt. Diese vier Stückchen Brot sichern Magdas Überleben.

Einige Passagen haben sich tief in meinen Gedanken eingebrannt. Hierzu gehört auf alle der Moment in dem Magda eine Vogelfeder findet und noch viel heftiger ist in meinen Augen die Szene mit dem ukrainischen Aufseher, der ihr heimlich die Füße wärmt und ihr Schuhersatz besorgt. Diese Momente der Menschlichkeit beeindrucken tief…

Dieses Buch dient ganz sicher nicht der Unterhaltung. Aber es bekommt eine absolute Leseempfehlung. Die Zeit des Holocaust darf nie in Vergessenheit geraten.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt und ich empfinde große Hochachtung vor der Autorin.