Lesereise in den Tod von Jürgen Schmidt

Verlagsinfo, Klappentext

„Der jungen Autorin Mona ist jedes Mittel recht, ihre Karriere zu forcieren. Selbstbewusst gibt sie vor, eine Urenkelin des britischen Schriftstellers Walter de la Mare zu sein. Auf eigene Faust veröffentlicht sie den Roman „Passwort Hurensohn“ und organisiert dazu eine vierwöchige Lesereise durch Deutschland. Mona de la Mare hat im Netz zahlreiche Freunde und Fans, die sie täglich über ihre Verkaufszahlen, die Tour und private Neuigkeiten informiert. Nach erfolgreichem Start der Lesetournee stellt Mona am Aschermittwoch ihr Buch in Bad Münstereifel vor. Am folgenden Tag soll die ehrgeizige Autorin in Nettersheim lesen. Sie ahnt nicht, dass es dazu nicht mehr kommen wird …“

Seiten: ca 200

ISBN TB: 978-3-95813-0807

edition oberkassel

Lesereise in den Tod von Jürgen Schmidt, Cover mit freundlicher Genehmigung von edition oberkassel

Lesereise in den Tod von Jürgen Schmidt, Cover mit freundlicher Genehmigung von edition oberkassel

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut.

Wenn ein Autor über einen Autor schreibt…….

Ich habe mit meinem Mann einige schöne Stunden in dem Städtchen Bad Münstereifel verbracht und ich denke einfach oft und gerne an die schöne Zeit dort zurück.

Wenn man dann noch gerne Krimis liest deren Handlung in Deutschland angesiedelt ist, finden sich hier schon mal 2 Gründe für die Freude. Einen dritten kann ich auch noch nachliefern. Über die Jahre habe ich immer wieder mal schriftlichen Kontakt mit dem Autor gehabt und immer noch steht ein Treffen mit Kaffee trinke aus. Mal sehen ob mein Mann und ich dieses Jahr mal Zeit für einen Besuch finden 🙂

Ich bin mir nicht sicher, ob wir mit dem Titelbild wirklich eine Straße in Bad Monstereifel vor uns sehen, aber es könnte nach meiner Erinnerung durchaus möglich sein, Mir gefällt es.

Der Schreibstil von von Jürgen Schmidt ist leichtgängig und ich fühlte mich eigentlich gleich mit den ersten Seiten zu Hause. Es gelingt dem Autor wirklich gut die Situation um Mona zu schildern. Im Laufe des Buches wird uns das Leben von Mona Stück für Stück näher gebracht.

Hauptfigur und Ermittler ist in diesem Buch kein Polizist sondern der Privatermittler Mücke. Für meinen Geschmack sind die Protagonisten sehr gut beschrieben und man kann die Stimmung gut spüren. Die Spannung wird in diesem Krimi nicht über blutige Beschreibungen aufgebaut, sondern hier stehen eher die menschlichen „Dinge“ im Vordergrund.

Verdächtige gibt es dann einige und es wird auch sehr schnell klar das das Mordopfer nicht wirklich sympathisch war.

Die guten und stimmigen Beschreibungen der Orte und der Lokale war mein Highlight. Ich hab mich selber im Café T sitzen sehen 😉 

Zwischendrin gab es die eine oder andere Länge, aber der Gesamtauftritt hat mir gut gefallen.

Ich könnte mir gut vorstellen, das Jürgen Schmidt den guten Mücke noch auf weitere Fälle ansetzt, da könnte bestimmt noch einiges drin stecken.

Für mich war dieses Buch sehr unterhaltend.