Eiskalter Hund von Oliver Kern

Verlagsinfo, Klappentext

„Fellinger ist ein kerniger Typ: Grantelig und gradaus. So, wie die Leute eben sind. Dort, wo er lebt. In einer Kleinstadt im Bayerischen Wald. Fellinger wollte immer Polizist werden. Hat nicht geklappt. Sein Knie. Und überhaupt. Jetzt ist er Lebensmittelkontrolleur. Eines Tages beschwert sich ein anonymer Anrufer über das chinesische Restaurant im Bezirk. Vor Ort stellt Fellinger fest, dass die schwarze Soße eklig, aber unbedenklich ist. Ganz anders sieht es da im Kühlhaus aus. Dort hängt ein toter Hund am Haken. Heikel wird die Sache, als sich herausstellt, dass die Halterin verschwunden ist. Fellinger fängt an zu ermitteln … und hört nicht mehr auf!“

Sprecher: Michael Schwarzmaier

Spieldauer: 6 Stunden 19 Minuten

ISBN: 978-3-8371-4087-3

Eiskalter Hund von Oliver Kern, Cover mit freundlicher Genehmigung von Random House Audio

Eiskalter Hund von Oliver Kern, Cover mit freundlicher Genehmigung von Random House Audio

 

Michael Schwarzmaier ist einfach ein toller Hörbuchsprecher. Ich finde ihn besonders in Vorlagen wie dieser genial. Hier passt die Art und Weise wie er Dialekte umsetzen kann einfach spitzenmässig. Ich musste mir beim Hören den einen oder anderen kritischen Blick meiner Mitmenschen einfangen, weil ich anscheinend grundlos in lautes Lachen verfallen bin 😉

Aber nicht nur ein guter Sprecher ist nötig, das was gelesen wird sollte natürlich auch gefallen 😉

Hier passt einfach beides ungemein!

Fellinger ist schon ein uriger Typ. Eigentlich wollte er ja so gerne Polizist werden, aber da das nicht geklappt hat, ist er eben Lebensmittelkontrolleur geworden. Ist ja schließlich auch ein verantwortungsvoller Job der nicht immer so einfach ist, wie es im ersten Moment aussieht. Genau das muss Fellinger feststellen, als ihn ein anonymer Anruf in ein chinesisches Restaurant führt. Mit den Lebensmitteln dort ist ja alles ok, aber was Fellinger dann findet ist nicht gerade appetitlich. Als Fellinger die Besitzerin des Hundes informieren möchte, ist diese aber nicht anzutreffen. Angeblich ist sie verreist, aber irgendwie ist Fellingers Jagdfieber nun angestachelt. Es ist einfach zu seltsam wie sich die Tochter der Hundebesitzerin verhält. Er geht den offiziellen Weg und informiert Kommissar Lechner, aber dieser ist sicher, die Pochender ist im Urlaub. Fellinger glaubt nicht an eine Urlaubsreise und ermittelt auf eigene Faust immer tiefer. Dadurch kommt es zu einigen brenzligen Situationen.

Für mich stand in diesem ersten Fall für Fellinger nicht nur der Fall im Vordergrund, der wohl durchdacht und mit einiger Raffinesse daher kommt. Mir war das unterhaltende Segment das wichtigere. Ich habe mich köstlich amüsiert und nebenbei einen mehr als spannenden Krimi hören dürfen.