Pine Ridge statt Pina Colada von Katja Etzkorn

Verlagsinfo, Klappentext

„Die junge Chirurgin Sannah hat einige Schicksalsschläge hinter sich und sucht nach neuen Perspektiven. Sie braucht eine Atempause von ihrem anstrengenden Job und beschließt, im Auftrag einer Hilfsorganisation für drei Monate auf die Pine Ridge Reservation zu gehen, um eine Foto-Dokumentation zu machen. Josh White Cloud, bei dem sie untergebracht wird, entpuppt sich als wortkarger Einsiedler, der die junge Frau aus Deutschland misstrauisch beäugt. Als Pferdezüchter und Leiter des Horsemanship-Projektes zur Drogenprävention für Kinder und Jugendliche, fühlt er sich bei seiner Arbeit gestört und versucht ihr aus dem Weg zu gehen. Nur Sannahs Talent, mit Pferden umzugehen, und ihre unaufdringliche Art scheinen langsam seine raue Schale zu durchdringen. Aber auch Sannah ist weit davon entfernt, ihr Herz an den Nächstbesten zu verlieren. Sie ist schockiert von den Lebensumständen auf der Reservation und bleibt ganz bewusst auf Distanz. Doch dann scheint sich eine uralte Vision von Joshs Großmutter zu bewahrheiten, die mit Sannahs eigener Familiengeschichte eng verknüpft ist. Ist sie die Frau aus dem ewigen Eis?

Verpackt in eine Liebesgeschichte, die alle Facetten einer modernen Beziehung beleuchtet, möchte dieser Roman den Leser in eine Welt entführen, die weitab des amerikanischen Traums existiert.“

Seiten: 554

ISBN: 9783941485648

Traumfänger Verlag

Pine Ridge statt Pina Colada von Katja Etzkorn, Cover mit freundlicher Genehmigung von Traumfänger Verlag

Pine Ridge statt Pina Colada von Katja Etzkorn, Cover mit freundlicher Genehmigung von Traumfänger Verlag

Ganz ehrlich, Das Titelbild gefällt mir richtig gut, aber ich und Liebesroman?

Aber so nach Weihnachten und mit dem Wissen einiges an Lesezeit an den Feiertagen zu haben 😉 habe ich mir das Buch vom SUB geholt und einfach angefangen.

Was soll ich Euch sagen? Ich der Krimifan ist hin und weg 🙂

Gleich mit den ersten Seiten bin ich in die Geschichte gefallen. Der flüssige und schöne Schreibstil hat es mir aber auch wirklich leicht gemacht.

Sannah die junge Chirurgin hat es mir aber auch wirklich leicht gemacht. Sie ist eine mehr als sympathische Hauptfigur und es macht tierische Freude an ihrem Leben teilzuhaben! Gut ich bin ein Mädchen und man lässt sich da ja doch gerne mal von Pferden und Herz-Schmerz und Stimmung einfangen 😉 Sannah muss einfach mal aus ihrem Leben ausbrechen und es bietet sich eine gute Gelegenheit dafür. Urlaub hat sie mehr als genug und so kann sie für eine Hilfsorganisation für drei Monate auf die Pine Ridge Reservation zu gehen um eine  Foto-Dokumentation zu machen.
Als Sannah dann endlich in Pine Ridge ankommt wird es ihr von Josh wirklich nicht leicht gemacht. Er ist ein wirklicher Brummbär und die Beiden haben es zuerst nicht leicht miteinander. Toll wie es der Autorin gelingt Josh zwar brummelig und schräg darzustellen, aber man spürt gleich am Anfang sein großes Herz 🙂
Richtig Klasse waren auch immer die Abschnitte in denen es dann zurück nach Deutschland ging  und Annegret und Jonas wieder auf der Bühne erschienen. Ganz ehrlich? Ich hab beide förmlich vor meinen Augen gesehen wie sie sich kabbeln und dann wieder zusammenfinden. Es hat mir immer wieder ein kleines Lächeln auf die Lippen gezaubert.
Mit 554 Seiten ist dieses Buch schon ein ganz schöner Wälzer, aber ich habe jede Seite davon genossen. Hier und da bin ich bei dicken Büchern manchmal ab der Hälfte etwas  am stottern, mache dann auch schon mal eine längere Lesepause…aber hier konnte ich einfach nicht aufhören!
Katja Erzkorn hat aber auch eine schöne und umgängliche „Schreibe“. Aber wer hier einen flachen schnöden Liebesroman erwartet, der ist deutlich auf der falschen Fährte. Die Liebe spielt eine große Rolle, aber es geht hier auch um die Situation der Native Americans. Es gelingt der Autorin wunderbar auf die Lebenssituation der Native Americans hinzu weisen. Man bekommt als Leser ein Gespür für die Umstände in denen die Menschen leben, aber man fühlt sich nicht bedrängt sondern es schleicht sich ganz automatisch ein Gefühl dafür ein. Ich finde es gut, das man schon darauf hin gestupst wird, es aber nicht die Geschichte dominiert.